Die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar wurde im Dezember 1992 von Dr. Ernst Lüdemann, einem Philologen und Spezialisten für die Geschichte Osteuropas, gegründet. Ihre Aktivitäten basierten auf einer bereits in Heidelberg aktiven Initiative, die humanitäre Hilfe für die Opfer der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl leistete.
In den 1990er Jahren lud die Gesellschaft regelmäßig Kindergruppen aus der Region Tschernobyl und Kiew zu Ferienaufenthalten in die Rhein-Neckar-Region ein, sammelte Spenden für die Opfer in der Ukraine und organisierte den Transport von Hilfsgütern zur Unterstützung humanitärer Projekte.
Heute vereint die Gesellschaft ukrainische und deutsche Mitglieder aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie ist zu einer wichtigen Anlaufstelle für neu angekommene Ukrainer in der Region geworden, insbesondere für junge Familien und Studierende. Seit November 2013 wurde die Gesellschaft von Frau Maria Melnyk geleitet, einer Ukrainerin aus der deutschen Diaspora, die bis 2018 auch Gründerin und erste Leiterin der ukrainischen Samstagsschule „Unsere Schule“ war. Seit Juli 2024 wird der Verein von Frau Kateryna Malakhova geleitet.